Ein Duftgarten für Fledermäuse

Ihr Garten lässt sich in ein Paradies für Nacht­schwärmer verwandeln! Viele Blumen ent­falten ihre Blüten und ihren Duft erst nachts in voller Pracht und locken mit ihrem Duft Nacht­falter, Schwärmer und andere nachtaktive Insekten an. Fleder­­mäuse orten die Falter und erbeuten sie im Flug.

Bitte keine Pestizide!

Pestizide töten auch Fledermäuse und Vögel. Bitte gestalten Sie Ihren Garten pestizidfrei.

Ausführliche Tipps für die Gestaltung eines pestizidfreien Gartens finden Sie auf den Seiten des BUND Bundesverbandes.

Ebenso sind Klebefallen tödlich für Fledermäuse - mehr dazu lesen Sie bitte hier.

Ein Garten für die Sinne

Auch wir Menschen werden durch feine Düfte an­genehm angesprochen und erfreuen uns daran bei einem abendlichen Spaziergang durch den Garten. Die aufsteigende Feuchtigkeit lässt uns die in Aero­solen transportierten Duftstoffe besonders intensiv wahrnehmen. Die Blüten der Nachtfalterblumen sind meist hell-getönt, weiß oder rötlich bis violett. Sie reflektieren das für uns unsichtbare, für Insekten jedoch sichtbare kurzwellige ultraviolette Licht. Im nächtlichen Garten bekommen die Nachtblumen eine geheimnisvolle Leuchtkraft. Abend- und Nachtduftende Blumen Acker-Leimkraut, Ausdauerndes Silber­blatt, Duft­resede, Gelbe Schwertlilie, Gemshorn, Judas-Silberling, Licht­nelke, Levkojen, (Madonnen) - Lilien, Mai­glöckchen, Mond­winde, Nacht­kerze, Nachtviole, viele Nelken­arten, Nicken­des Leimkraut ,Phlox, Schnee­glöck­chen, Seifen­kraut, Stern­bal­sam, Taglilie, Weidenröschen, Wald­hyazin­the, Ziertabak.

Vielfalt im Zier- und Gemüsegarten

Weder im Zier- noch im Gemüsegarten brauchen Sie auf duftende Blumen zu verzichten. Was für die Insekten gut ist, nützt auch dem Biogärtner. Duf­tende Tagetes oder Ringelblumen helfen im Ge­müse­beet den Boden gesund zu halten. Küchen- und Heilkräuter wie Borretsch und Salbei bieten Nah­rung für Nachtfalter, und sind zugleich eine würzige und gesunde Bereiche­rung für die Küche. Selbst die Brennnessel erfüllt als Nahrungs­pflanze für viele Schmet­ter­lings­arten eine wichtige Funktion in der Natur und findet vielfältige Ver­wendung in Küche und Pflanzenschutz. Als Be­pflan­­zung von Baum­scheiben wirkt das tiefe Grün der Brennnessel erfrischend. Duftpflanzen für Sommer und Herbst Bartnelken, Bauerntabak, Bauernjasmin, Datura, Diptam, Drachenkopf, Duftwicke, Echte Myrte, Eisenkraut, Estragon, Goldlack, Heliotrop, Indianernessel, Kalmus, Kapuzinerkresse, Königslilie, Lavendel, Levkoje, Mädesüß, Madonnen-lilie, Minze-Arten, Pfennigkraut, Phlox, Ringelblume, alte Rosen wie Damaszener-Rose oder Rosa Centifolia, Schafgarbe, Wermut.

Blumen für Fledermäuse

Jeder bewusst für die nächtlichen Jäger gestaltete Garten ist ein Beitrag zur Erhaltung dieser nütz­lichen, gefährdeten Säugetiere. Die Pflanz­vor­schläge für ein Duftbeet, das Nachtfalter und In­sekten Garten ist ein Beitrag zur Erhaltung dieser nütz­lichen, magisch anzieht, sollen Ihnen bei der Aus­wahl der Pflanzen helfen. Bis zum Herbst können wir uns an tag- und nachtblühenden Blumen und blatt­duftenden Pflanzen erfreuen. Einige davon wachsen wild in unserer Region, andere sind uns aus Bauerngärten oder als Heil- und Küchenkräuter bekannt. Blattduftende Kräuter Ananassalbei, Anis, Balsamkraut, Basilikum, Bergbohnenkraut, Borretsch, Dost,  Duftblatt­pelargonien, Eberraute, Fenchel, Gamander, (Römische)- Kamille, Kerbel, Kümmel, Lieb­stöckel, Melisse, Muskatellersalbei, Mutter­kraut, Myrte, Rainfarn, Rosmarin, Süßdolde, (Wiesen) -Salbei, Sandthymian und alle anderen Thymianarten, Waldmeister, Wein­raute, Wermut, Ysop, Zypressenkraut.

Einige nachtblühende Pflanzen haben ihren Nektar nur für bestimmte Nachtfalter reserviert. So können nur die Schwärmer, die vor der Blüte schweben können und einen besonders langen Rüssel haben, den süßen Nektar der Jelängerjelieberblüten er­reichen. Und nicht zuletzt sind viele Raupen von Nachtf­altern, auf beson­dere Futterpflanzen spezia­lisiert: der Fledermaus­schwärmer auf das Schmal­blättrige Weiden­röschen, der Nachtschwalben­schwanz auf Efeu und der Lab­krautschwärmer auf Labkraut.

Bezug von Saatgut auch bei www.all-about-bats.net

Naturwiese oder Rasen?

In einer naturnahen, ungespritzten und unge­düngten Wiese pulsiert das Leben. Heuschrecken und Laufkäfer finden ihre Nahrung. Spinnen können im hohen Gras ihre Netze weben, selbst der Grasfrosch findet hier Deckung. Auf den Lebensraum Wiese sind rund 1.500 Insekten- und Spinnenarten angewiesen. Auf bunten Garten­wiesen finden viermal so viele Vogelarten Nah­rung wie auf Rasenflächen. Doch naturbelassene Wie­sen sind selten geworden, sehr zum Schaden von Vögeln, Fledermäusen und Co. So kommt im Gar­ten der Natur­wiese eine besonders große öko­logische Bedeutung zu.

Wer Geduld hat, kann über die Jahre warten, wie sich aus einem Stück Rasen eine Naturwiese entwickelt und in die Lücken Saatgut von Wild­blumen einstreuen. Für Unge­duldige beschleunigt das Pflan­zen von Wildblu­men­stauden diesen Prozess. Man sollte jedoch Pflanzen wählen, die für den Stand­ort geeignet sind. Im Gegen­satz zum Rasen wird eine Naturwiese niemals gedüngt oder bewässert. Im Laufe der Zeit werden sich, die für diesen Stand­ort, am besten geeigneten wilden Gräser und Blumen durchsetzen. Je nährstoffärmer eine Wie­se durch ein- oder zweimalige jährliche Mahd wird, desto artenreicher kann sie sich entwickeln.

Wer eine neue Wiese anlegen möchte, sollte zunächst den Boden prüfen: Ob fett oder mager, trocken oder feucht, sauer oder kalkhaltig - ent­sprechend sollte das Saatgut aus­gewählt werden.Egal wie groß oder klein Ihr Garten ist, ein natur­nahes Eckchen mit duftenden Blumen für Falter und Fleder­mäuse lässt sich stets ein­richten. Wo der Garten besonders klein ist, helfen rankende Pflanzen wie Efeu, Kletterrosen oder Jelänger­jelie­ber, einen Lebensraum für Nacht­schwär­mer zu schaffen. (Duftende Rankpflanzen Akebia, Echter Jasmin, Efeu, Hundsrose, Jelängerjelieber, Schling-Geißblatt, Waldr­ebe & andere Clematisarten, Wald­geiß­blatt, Wilder Hopfen, Winter­jasmin.)

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Ein Gartenteich für Fledermäuse

Unsere heimischen Fledermäuse ernähren sich aus­schließlich von Insekten. Wo viele Insekten sind, jagen Fledermäuse bevorzugt. Eine reiche Beute ist für die geschickten Jäger überlebenswichtig, um ihre Jungen großzuziehen, die weiten Wege zu den Winterquartieren zu meistern und ein ausreichendes Fettpolster für den Winterschlaf anzulegen.

Gewässer sind mit die wichtigsten Nahrungsgebiete für Fledermäuse. Im Wasser haben die Larven vieler Insekten ihre Kinderstube. Wenn die flug­fähigen Insekten schlüpfen, wissen die Fledermäuse dies genau. Von weit her kommen die Tiere gef­logen, um dicht über den Gewässern zu jagen.

Ein Gartenteich mit tiefen und flachen Bereichen und naturnaher Bepflanzung bietet Lebensraum für viele Tiere und ist eine wahre Fundgrube für Naturbeobachtungen: Libellen, Eintagsfliegen und Köcherfliegen entwickeln sich im Wasser; Schmet­terlinge, Bienen und andere Hautflügler besuchen blühende Uferstauden; Molchen und Fröschen ist das Wasser Lebenselixier. Regelmäßig wird der Teich von Vögeln und Kleinsäugern zum Trinken aufgesucht. Gleich nach dem Erwachen in den frühen Abendstunden kommen Fledermäuse, um im Flug Wasser mit dem Mäulchen zu schöpfen. In der Nacht jagen sie von uns oft unbemerkt über dem Teich nach schwärmenden Insekten. 

Planung eines Gartenteichs

Damit sich eine Lebensgemeinschaft entwickeln kann, sollte ein Gartenteich mindestens 5 bis 8 Quadratmeter groß und 1 Meter tief sein. Bei der Gestaltung werden Ufer-, Sumpf- und Flachwasser­zonen angelegt, um für die Insekten und Amphibien warme Bereiche als Laichplätze und für die Ent­wicklung der Larven zu schaffen. Zur Abdichtung des Teiches bieten sich Teichfolie oder Lehm an. Als Bodensubstrat ist nährstoffarmes Sand-Kies-Gemisch am besten geeignet, denn Gartenerde ent­hält zu viele Nährstoffe.

Idealer Standort für einen Teich ist ein Platz mit Sonne und Halbschatten. Durch Bepflanzen mit Weidensträuchern, die feuchte Füße vertragen und einer Vielzahl von Insekten Nahrung und Schutz bieten, können schattige Bereiche geschaffen werden. Da eine Weide viel Platz braucht, ist sie allerdings nur für größere Gärten sinnvoll. In einem Garten für Fledermäuse müssen Giftspritzungen aller Art (Insektizide, Herbizide) tabu sein.

in Teich für Fledermäuse sollte nicht mit Fischen besetzt werden. Fische fressen Eier und Larven der Insekten, bevor die Fledermäuse etwas davon ab­bekommen. Die Fledermäuse werden es Ihnen danken und abendliche Freude bereiten.

 

Pflanzen für den Gartenteich

 

Tiefwasserzone: Seerose, Wassernuss, Wasser­feder, Laichkraut, Wasserhahnenfuß, Froschbiss, Tausendblatt, Rauhes Hornblatt.

Flachwasserzone: Froschlöffel, Schwanenblume, Tannen­wedel, Sumpfschwertlilie, Fieberklee, Pfeil­kraut, Igelkolben, Schilf, Flechtbinse, Wasser­knöterich, Rohrkolben und bultförmig wachsende Seggenarten.

Sumpfzone: Teichschachtelhalm, Blutweiderich, Sumpfdotter­blume, Sumpfvergissmeinicht, Wasser­­minze, Wasserschwertlilie.

Teichrand: Mädesüß, Pfennigkraut, Trollblume, Krie­chender Günsel, Geißbart, Ufersegge, See­simse, Weide, Erle.

Unser Tipp: Etwas Wasser aus einem Naturteich aus der Region „impft“ das Wasser mit natürlicher Flora und Fauna.

Ein naturnaher Garten bietet auch Insekten einen Lebensraum. Hier wird die Grundlage für die Artenvielfalt gelegt



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