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AG Fledermäuse BUND Region Hannover
AG Fledermäuse BUND Region Hannover

Garten für Fledermäuse

Das Foto zeigt einen naturgemäßen Garten mit unterschiedlichen Blumen und Sträuchern // The photo shows a natural garden with different flowers and shrubbery Naturgemäßer Garten // Natural garden  (Gudrun Becker / www.bund-fledermauszentrum-hannover.de )

Ihr Garten lässt sich in ein Paradies für Nacht­schwärmer verwandeln! Viele Blumen ent­falten ihre Blüten und ihren Duft erst nachts in voller Pracht und locken mit ihrem Duft Nacht­falter, Schwärmer und andere nachtaktive Insekten an. Fleder­­mäuse orten die Falter und erbeuten sie im Flug. 

Bitte keine Pestizide und Klebefallen

Die Zeichnung zeigt BUNDchen Fledermaus, der wegen der Pestizide krank ist. // The drawing shows BUNDchen bat, who is ill because of the pesticides. BUNDchen Fledermaus ist wegen der Pestizide krank // BUNDchen Fledermaus is ill due to pesticides  (Carina Bach / www.bund-fledermauszentrum-hannover.de )

Pestizide töten auch Fledermäuse und Vögel. Bitte gestalten Sie Ihren Garten pestizidfrei.

Ausführliche Tipps für die Gestaltung eines pestizidfreien Gartens finden Sie auf den Seiten des BUND Bundesverbandes.

Ebenso sind Klebefallen tödlich für Fledermäuse - mehr dazu lesen Sie bitte hier. 

Ein Garten für die Sinne

Das Foto zeigt einen naturgemäßen Garten mit unterschiedlichen Blumen und Sträuchern // The photo shows a natural garden with different flowers and shrubbery Naturgemäßer Garten // natural garden

Auch wir Menschen werden durch feine Düfte an­genehm angesprochen und erfreuen uns daran bei einem abendlichen Spaziergang durch den Garten. Die aufsteigende Feuchtigkeit lässt uns die in Aero­solen transportierten Duftstoffe besonders intensiv wahrnehmen. Die Blüten der Nachtfalterblumen sind meist hell-getönt, weiß oder rötlich bis violett. Sie reflektieren das für uns unsichtbare, für Insekten jedoch sichtbare kurzwellige ultraviolette Licht. Im nächtlichen Garten bekommen die Nachtblumen eine geheimnisvolle Leuchtkraft. Abend- und Nachtduftende Blumen Acker-Leimkraut, Ausdauerndes Silber­blatt, Duft­resede, Gelbe Schwertlilie, Gemshorn, Judas-Silberling, Licht­nelke, Levkojen, (Madonnen) - Lilien, Mai­glöckchen, Mond­winde, Nacht­kerze, Nachtviole, viele Nelken­arten, Nicken­des Leimkraut ,Phlox, Schnee­glöck­chen, Seifen­kraut, Stern­bal­sam, Taglilie, Weidenröschen, Wald­hyazin­the, Ziertabak. 

Vielfalt im Zier- und Gemüsegarten

Das Aquarell zeigt einen naturgemäßen Garten mit unterschiedlichen Blumen // The drawing shows a natural garden with different flowers Aquarell "Naturgarten" von Margarete Becker // Watercolor "Nature Garden" by Margarete Becker  (Margarete Becker / www.bund-fledermauszentrum-hannover.de )

Weder im Zier- noch im Gemüsegarten brauchen Sie auf duftende Blumen zu verzichten. Was für die Insekten gut ist, nützt auch dem Biogärtner. Duf­tende Tagetes oder Ringelblumen helfen im Ge­müse­beet den Boden gesund zu halten. Küchen- und Heilkräuter wie Borretsch und Salbei bieten Nah­rung für Nachtfalter, und sind zugleich eine würzige und gesunde Bereiche­rung für die Küche. Selbst die Brennnessel erfüllt als Nahrungs­pflanze für viele Schmet­ter­lings­arten eine wichtige Funktion in der Natur und findet vielfältige Ver­wendung in Küche und Pflanzenschutz. Als Be­pflan­­zung von Baum­scheiben wirkt das tiefe Grün der Brennnessel erfrischend. Duftpflanzen für Sommer und Herbst Bartnelken, Bauerntabak, Bauernjasmin, Datura, Diptam, Drachenkopf, Duftwicke, Echte Myrte, Eisenkraut, Estragon, Goldlack, Heliotrop, Indianernessel, Kalmus, Kapuzinerkresse, Königslilie, Lavendel, Levkoje, Mädesüß, Madonnen-lilie, Minze-Arten, Pfennigkraut, Phlox, Ringelblume, alte Rosen wie Damaszener-Rose oder Rosa Centifolia, Schafgarbe, Wermut. 

Blumen für Fledermäuse

Das Foto zeigt einen naturgemäßen Garten mit unterschiedlichen Blumen und Sträuchern // The photo shows a natural garden with different flowers and shrubbery naturgemäßer Garten // natural garden

Jeder bewusst für die nächtlichen Jäger gestaltete Garten ist ein Beitrag zur Erhaltung dieser nütz­lichen, gefährdeten Säugetiere. Die Pflanz­vor­schläge für ein Duftbeet, das Nachtfalter und In­sekten Garten ist ein Beitrag zur Erhaltung dieser nütz­lichen, magisch anzieht, sollen Ihnen bei der Aus­wahl der Pflanzen helfen. Bis zum Herbst können wir uns an tag- und nachtblühenden Blumen und blatt­duftenden Pflanzen erfreuen. Einige davon wachsen wild in unserer Region, andere sind uns aus Bauerngärten oder als Heil- und Küchenkräuter bekannt. Blattduftende Kräuter Ananassalbei, Anis, Balsamkraut, Basilikum, Bergbohnenkraut, Borretsch, Dost,  Duftblatt­pelargonien, Eberraute, Fenchel, Gamander, (Römische)- Kamille, Kerbel, Kümmel, Lieb­stöckel, Melisse, Muskatellersalbei, Mutter­kraut, Myrte, Rainfarn, Rosmarin, Süßdolde, (Wiesen) -Salbei, Sandthymian und alle anderen Thymianarten, Waldmeister, Wein­raute, Wermut, Ysop, Zypressenkraut.

Einige nachtblühende Pflanzen haben ihren Nektar nur für bestimmte Nachtfalter reserviert. So können nur die Schwärmer, die vor der Blüte schweben können und einen besonders langen Rüssel haben, den süßen Nektar der Jelängerjelieberblüten er­reichen. Und nicht zuletzt sind viele Raupen von Nachtf­altern, auf beson­dere Futterpflanzen spezia­lisiert: der Fledermaus­schwärmer auf das Schmal­blättrige Weiden­röschen, der Nachtschwalben­schwanz auf Efeu und der Lab­krautschwärmer auf Labkraut.

Bezug von Saatgut auch bei www.all-about-bats.net 

Naturwiese oder Rasen?

Das Foto zeigt eine Wiese mit rotem Mohn // the photo schows a meadow with red poppy Wiese mit Mohn // Meadow with poppy  (Gudrun Becker / www.bund-fledermauszentrum-hannover.de )

In einer naturnahen, ungespritzten und unge­düngten Wiese pulsiert das Leben. Insekten finden ihre Nahrung. Spinnen können im hohen Gras ihre Netze weben, auch der Grasfrosch findet Deckung. Auf den Lebensraum Wiese sind rund 1.500 Insekten- und Spinnenarten angewiesen. Auf bunten Garten­wiesen finden viermal so viele Vogelarten Nah­rung wie auf Rasenflächen. Doch naturbelassene Wie­sen sind selten geworden, sehr zum Schaden von Vögeln, Fledermäusen und Co. So kommt im Gar­ten der Natur­wiese eine besonders große öko­logische Bedeutung zu.

Wer Geduld hat, kann über die Jahre warten, wie sich aus einem Stück Rasen eine Naturwiese entwickelt und in die Lücken Saatgut von Wild­blumen einstreuen. Für Unge­duldige beschleunigt das Pflan­zen von Wildblu­men­stauden diesen Prozess. Man sollte jedoch Pflanzen wählen, die für den Stand­ort geeignet sind. Im Gegen­satz zum Rasen wird eine Naturwiese niemals gedüngt oder bewässert. Im Laufe der Zeit werden sich, die für diesen Stand­ort, am besten geeigneten wilden Gräser und Blumen durchsetzen. Je nährstoffärmer eine Wie­se durch ein- oder zweimalige jährliche Mahd wird, desto artenreicher kann sie sich entwickeln.

Wer eine neue Wiese anlegen möchte, sollte zunächst den Boden prüfen: Ob fett oder mager, trocken oder feucht, sauer oder kalkhaltig - ent­sprechend sollte das Saatgut aus­gewählt werden.Egal wie groß oder klein Ihr Garten ist, ein natur­nahes Eckchen mit duftenden Blumen für Falter und Fleder­mäuse lässt sich stets ein­richten. Wo der Garten besonders klein ist, helfen rankende Pflanzen wie Efeu, Kletterrosen oder Jelänger­jelie­ber, einen Lebensraum für Nacht­schwär­mer zu schaffen. (Duftende Rankpflanzen Akebia, Echter Jasmin, Efeu, Hundsrose, Jelängerjelieber, Schling-Geißblatt, Waldr­ebe & andere Clematisarten, Wald­geiß­blatt, Wilder Hopfen, Winter­jasmin.) 

Totholz für Insekten

Das Foto zeigt einen Stapel Totholz für Insekten // The photo shows a pile of deadwood for insects Totholz für Insekten // Deadwood for insects  (Gudrun Becker / www.bund-fledermauszentrum-hannover.de )

Richten Sie in Ihrem Garten ein oder mehrere Totholzecken ein, um den Insekten einen Lebensraum zu bieten.

Bitte nicht aufräumen

Das Foto zeigt Laub im Herbst // The photo shows leaves in Autumn Laub // leaves  (pixabay)

Gerade zur kalten Jahreszeit benötigen Insekten, aber auch Igel und andere Tiere viel Laub und kleine Äste, um Schutz zu finden. Bitte räumen Sie den Garten nicht auf, sondern lassen sie die Blätter und Äste liegen.

Todesfallen für Fledermäuse und andere Tiere

Die Zeichnung zeigt eine Fledermaus, die in eine Regentonne gefallen ist // The drawing shows a bat that has fallen into a rain barrel BUNDchen Fledermaus Regentonne // BUNDchen bat in rain barrel  (Carina Bach / www.bund-fledermauszentrum-hannover.de )

Fledermäuse und auch Singvögel kommen meist zu Tode, wenn sie in offene Gefäße wie Gießkannen, Regentonnen, leere Blumentöpfe, Eimer o.ä. fallen, die offen auf dem Balkon oder im Garten abgestellt sind. Auch im Winter können die Tiere auf der Suche nach einem frostsicheren Quartier hineingeraten.

Unser Tipp: Achten Sie bitte auf offen stehende Gefäße im Außenbereich, ggf. decken Sie diese ab. 

Das Foto zeigt eine Regentonne mit schwimmendem Kork, so dass kein Tier mehr ertrinken kann. // The photo shows a rain barrel with floating cork so that no animal can drown anymore. Regentonne mit Kork // rain barrel with cork  (Gudrun Becker / www.bund-fledermauszentrum-hannover.de )

Bei Regentonnen hilft es auch, wenn Sie ein Stück Holz / Kork oben auf dem Wasser schwimmen lassen, so können sich die Tiere zunächst retten und geborgen werden. Bitte kontrollieren Sie die Regentonne täglich auf hineingefallene Tiere. 

Insektentränken sind wertvoll - aber Achtung!

Das Foto zeigt Bienen an der Insektentränke // the photo shows bees at the insect watering place Bienen an der Insektentränke // Bees at the insect watering place  (pixabay)

Bitte achten Sie beim Gestalten von Insektentränken darauf, dass Sie keine Murmeln oder glatte Steine verwenden - die Insekten finden auf ihnen keinen Halt und können ertrinken. Bitte verwenden Sie raue Natursteine und / oder kleine raue Äste.  

Insektentränken mit rauen Steinen bietet den kleinen Gästen Halt und schützt sie vor dem Ertrinken.

Das Foto zeigt glatte Steine // The photo shows smooth stones glatte Steine // smooth stones  (pixabay)

FALSCH! zu glatt für Insekten 

Das Foto zeigt raue Steine // the photo shows rough stones raue Steine // rough stones  (pixabay)

RICHTIG: raue Steine 

Rasentrimmer, Fadenmäher und Rasenroboter - eine tödliche Gefahr für Igel!

Das Foto zeigt einen erwachsenen Igel im Garten // the photo shows an adult hedgehog in the garden Igel // Hedgehog  (Dr. Renate Keil / www.bund-fledermauszentrum-hannover.de )

Auch der Igel ist ein nachtaktiver Insektenfresser - er hat daher die Fledermäuse um Hilfe gebeten. Bitte erzählt es allen weiter und helft den Igeln! Herzlichen Dank

Hier geht es zum Rasenroboter Informationsvideo

Hier geht es zum Fadenmäher-Infotext  

„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ (Antoine de Saint-Exupery) 

Das Foto zeigt eine Kleinabendseglerin mit dem Text Ich bin ein Wesen der Nacht. Hast du je an mich gedacht? Ich bin klein und unscheinbar, und bin doch so wunderbar. Kleinabendsegler Nyctalus leisleri  (Gudrun Becker / www-bund-fledermauszentrum-hannover.de )
Das Foto zeigt das Logo AG Fledermäuse BUND Region Hannover ein grüner Kreis im schwarzen Ring. der grüne Kreis ist die Erde und der Ring der Schutz des BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland Logo AG Fledermäuse BUND Region Hannover  (Carina Bach / www.bund-fledermauszentrum-hannover.de )

BUND Bundesverband on

Das Foto zeigt einen Großer Abendsegler Nyctalus noctula im Porträt // The photo shows a nyctalus noctula in profile Großer Abendsegler Nyctalus noctula  (Gudrun Becker / www-bund-fledermauszentrum-hannover.de )

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