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AG Fledermäuse BUND Region Hannover
AG Fledermäuse BUND Region Hannover

Auswilderung von Fledermäusen

Wichtig!

Das Foto zeigt eine Breitflügelfledermaus Eptesicus serotinus Breitflügelfledermaus Eptesicus serotinus  (Gudrun Becker / www.bund-fledermauszentrum-hannover.de )

Verletzte oder geschwächte Fledermäuse gehören ausnahmslos umgehend in fachkundige Hände. Diese Informationen zur Auswilderung sind ausdrücklich nur für Fledermausfachleute gedacht. Sie ist keine "Anleitung" für Laien, die eine fachliche Betreuung der Tiere ersetzen kann.  

Freiheit - das Ziel der Arbeit mit Fledermäusen

Sobald sich eine Fledermaus in der Natur wieder selbst erhalten kann, muss sie entsprechend dem Naturschutzgesetz wieder in die Freiheit entlassen werden. Wann und wie die Tiere wieder ausgewildert werden ist wetterabhängig und setzt voraus, dass die Tiere nach der Heilung ihrer Verletzungen oder nach Entkräftungen wieder fit genug sind. 

Im BUND-Fledermauszentrum werden die Tiere, die aufgrund ihrer Verletzungen stationär aufgenommen werden mussten, fachgerecht auf die Auswilderung vorbereitet. (Hierbei ist je nach Vorgeschichte auch zu beachten, dass nur ein Teil der Tiere, die unsere Fledermausschutzstation erreichen, überhaupt stationär aufgenommen werden müssen. Viele Fundtiere können aufgrund ihres Gesundheitszustandes bereits am selben Abend wieder ausgewildert werden. Diese Beurteilung bedarf erfahrene Fachleute.)  Fledermäuse sind Wildtiere und es ist unsere Aufgabe, alles dafür zu tun, dass sie in Freiheit leben können.  

Flugtraining

Das Training muss am Abend oder nachts erfolgen, um die natürliche Aktivitätsphase der Tiere zu nutzen. Vor dem Training ist es wichtig, dass sich die Tiere ausreichend auf Flugtemperatur aufgewärmt  haben. Werden die Tiere tagsüber trainiert oder es fehlt die Geduld zu warten, bis sie richtig warm sind, fallen die Trainingsergebnisse entsprechend schlechter aus. Dies könnte eine Auswilderung unnötigerweise verzögern!

Sorgfältige Vorbereitung der Auswilderung von Fledermäusen

  • Das Wetter muss für die Auswilderung geeignet sein. Eine Auswilderung ist nur während der Jahreszeit möglich, in der die Tiere ihre natürliche aktive Phase haben; also nicht während der Winterschlafzeit. Außerdem darf es nicht stürmisch sein, regnen oder frostig sein.
  • Die Tiere sollten unbedingt an den Ort zur Auswilderung zurückgebracht werden, wo sie aufgefunden wurden. Fledermäuse sind sehr soziale Tiere, sie kennen ihre Gruppenmitglieder. Zudem kennen sie am Fundort auch mögliche Quartiere und Jagdgebiete.
  • Kurz vor der Aktivitätsphase sollte man mit den Tieren am Auswilderungsort angekommen sein. Sobald freie Artgenossen fliegen, lässt man seine Schützlinge einfach mitfliegen. So können die Tiere gleich Anschluss finden. Es ist unbedingt vor der Freilassung darauf zu achten, dass sich die Tiere auf Flugtemperatur aufgewärmt haben. Sollten keine Artgenossen fliegen, gilt es sich nochmal zu vergewissern, ob wirklich alle oben genannten Bedingungen (Wetter / Ort) stimmen. Falls nein, ist es besser, die Auswilderung abzubrechen! Falls alle Faktoren positiv sind, können die Tiere in die Freiheit entlassen werden.
  • Idealerweise sucht man bereits im Auswilderungsgebiet ein bis zwei Tage vor der geplanten Auswilderung nach Artgenossen. Dann kennt man genau ihre Ausflugszeit und ihr Gebiet.
  • Für Große Abendsegler hängt man am besten einen Kasten mit einem Einflugloch sehr hoch (!) im Baum am Auswilderungsort auf. Die Tiere werden vor Sonnenuntergang dort eingesetzt. Sie fliegen dann selbstständig aus. Sobald alle Tiere den Kasten verlassen haben, wird der Kasten wieder abgenommen. 

Wir beraten Sie gern zur Auswilderung von Fledermäusen

Wenn Sie Fragen haben kontaktieren Sie uns bitte: 0157,30910222 Dr. Keil (täglich 14 bis 23 Uhr in Notfällen 24 Stunden).

Empfohlene Kennzeichnung für Transportboxen für Tiere - hier Fledermäuse

Auf den Aufklebern steht, dass sich in der Box eine Fledermaus befindet und dass die Box geschlossen zu unserer Tierärztin gebracht werden muss. Warum? Wir hoffen, dass es niemals passieren wird, aber es kann trotzdem passieren, dass unser Einsatzteam in einen Verkehrsunfall verwickelt wird. Mit den Aufklebern können die Rettungskräfte am Unfallort die Fledermaus retten und zu unserer Tierärztin bringen. Wir empfehlen, dass jeder, der ein Tier transportiert, darüber nachdenken sollte, was bei einem Unfall den Rettungskräften hilft, das Richtige für das Tier zu tun. 

„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ (Antoine de Saint-Exupery) 

Das Foto zeigt eine Kleinabendseglerin mit dem Text Ich bin ein Wesen der Nacht. Hast du je an mich gedacht? Ich bin klein und unscheinbar, und bin doch so wunderbar. Kleinabendsegler Nyctalus leisleri  (Gudrun Becker / www-bund-fledermauszentrum-hannover.de )
Das Foto zeigt das Logo AG Fledermäuse BUND Region Hannover ein grüner Kreis im schwarzen Ring. der grüne Kreis ist die Erde und der Ring der Schutz des BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland Logo AG Fledermäuse BUND Region Hannover  (Carina Bach / www.bund-fledermauszentrum-hannover.de )

BUND Bundesverband on

Das Foto zeigt einen Großer Abendsegler Nyctalus noctula im Porträt Großer Abendsegler Nyctalus noctula  (Gudrun Becker / www-bund-fledermauszentrum-hannover.de )

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